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WIWAG goes Erasmus+: Innovative Projektwoche verbindet Wirtschaft, Europa und interkulturelles Lernen

WIWAG goes Erasmus+: Innovative Projektwoche verbindet Wirtschaft, Europa und interkulturelles Lernen

Eine Woche lang Unternehmensleitung sein, Märkte analysieren, strategische Entscheidungen treffen – und das alles in internationalen Teams: Für die Schülerinnen und Schüler der Klasse Kaufmännische Assistenten KA 1-24 wurde die Erasmus+-Projektwoche im österreichischen Vöcklabruck zu einer besonderen Lernerfahrung. Im Mittelpunkt stand das Wirtschaftsplanspiel WIWAG der Joachim Herz Stiftung. Besonders innovativ war dabei die Umsetzung: Die Durchführung im Ausland wurde mit einem interkulturellen Austausch verbunden – eine Kombination, die in dieser Form bislang offenbar einmalig ist.

Damit entstand ein innovatives Projektformat, das betriebswirtschaftliches Lernen, europäische Mobilität und internationale Zusammenarbeit auf besondere Weise miteinander verbindet. WIWAG ermöglicht Jugendlichen, wirtschaftliche Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern in der Rolle einer Unternehmensleitung selbst zu erleben. Die Schülerinnen und Schüler führten virtuelle Unternehmen, entwickelten Strategien, analysierten Marktentwicklungen und trafen zentrale Entscheidungen: Wann lohnt sich die Investition in neue Maschinen? Wie viele Mitarbeitende werden benötigt? Welche Preise führen zum wirtschaftlichen Erfolg? Wie lassen sich Qualität, Kosten, Personal und Absatz sinnvoll miteinander in Einklang bringen?

Das Besondere dieser Projektwoche lag jedoch nicht allein im Planspiel selbst, sondern in seiner Einbettung in einen europäischen Lernkontext. Die Teams wurden bewusst international zusammengesetzt: Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich arbeiteten gemeinsam an ihren Unternehmensstrategien. So wurde aus einem Wirtschaftsplanspiel ein lebendiger europäischer Erfahrungsraum. Unterschiedliche Perspektiven, Kommunikationsstile und Herangehensweisen trafen aufeinander – und wurden zu einer Stärke.

WIWAG erwies sich dabei als besonders geeignetes Instrument, um die Ziele einer Erasmus+-Mobilität mit den Anforderungen moderner beruflicher Bildung zu verknüpfen. Denn erfolgreiche Unternehmensführung im Planspiel bedeutet mehr als Zahlen zu berechnen: Es geht um Kommunikation, Kooperation, Verantwortung und die Fähigkeit, komplexe Situationen gemeinsam zu bewältigen. Genau diese Kompetenzen benötigen junge Menschen in einer zunehmend internationalen Arbeitswelt.

Nach intensiven Planungs- und Entscheidungsrunden im Klassenraum blieb auch Zeit für Begegnung und gemeinsames Erleben. Bei Aktivitäten am Nachmittag lernten sich die deutschen und österreichischen Jugendlichen besser kennen und vertieften den Austausch über den Unterricht hinaus. Ein besonderer Höhepunkt war der gemeinsame Ausflug in die Mozartstadt Salzburg, der die Projektwoche kulturell abrundete und den europäischen Gedanken noch einmal auf eindrucksvolle Weise erfahrbar machte.

Ein herzlicher Dank gilt der Berufsschule Vöcklabruck für die große Gastfreundschaft, die hervorragende Organisation und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso danken wir dem Programm Erasmus+, das diesen wertvollen Austausch finanziell ermöglicht hat. Unser besonderer Dank gilt außerdem derJoachim Herz Stiftung, deren WIWAG-Planspiel die Grundlage für dieses innovative Lernformat bildete und damit einen wichtigen Beitrag zu praxisnaher, zukunftsorientierter Wirtschaftsbildung leistete.

Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt: Wirtschaft lässt sich besonders nachhaltig lernen, wenn sie erlebt, diskutiert und gemeinsam gestaltet wird. Durch die Verbindung von WIWAG und Erasmus+ wurde aus einer Unternehmenssimulation ein europäisches Lernprojekt, das Fachwissen, Persönlichkeitsentwicklung und interkulturelle Begegnung miteinander vereint – ein starkes Beispiel dafür, wie moderne berufliche Bildung über Grenzen hinweg gelingen kann.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die Europäische Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.