

Das Besondere dieser Projektwoche lag jedoch nicht allein im Planspiel selbst, sondern in seiner Einbettung in einen europäischen Lernkontext. Die Teams wurden bewusst international zusammengesetzt: Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich arbeiteten gemeinsam an ihren Unternehmensstrategien. So wurde aus einem Wirtschaftsplanspiel ein lebendiger europäischer Erfahrungsraum. Unterschiedliche Perspektiven, Kommunikationsstile und Herangehensweisen trafen aufeinander – und wurden zu einer Stärke.
WIWAG erwies sich dabei als besonders geeignetes Instrument, um die Ziele einer Erasmus+-Mobilität mit den Anforderungen moderner beruflicher Bildung zu verknüpfen. Denn erfolgreiche Unternehmensführung im Planspiel bedeutet mehr als Zahlen zu berechnen: Es geht um Kommunikation, Kooperation, Verantwortung und die Fähigkeit, komplexe Situationen gemeinsam zu bewältigen. Genau diese Kompetenzen benötigen junge Menschen in einer zunehmend internationalen Arbeitswelt.
Nach intensiven Planungs- und Entscheidungsrunden im Klassenraum blieb auch Zeit für Begegnung und gemeinsames Erleben. Bei Aktivitäten am Nachmittag lernten sich die deutschen und österreichischen Jugendlichen besser kennen und vertieften den Austausch über den Unterricht hinaus. Ein besonderer Höhepunkt war der gemeinsame Ausflug in die Mozartstadt Salzburg, der die Projektwoche kulturell abrundete und den europäischen Gedanken noch einmal auf eindrucksvolle Weise erfahrbar machte.

Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt: Wirtschaft lässt sich besonders nachhaltig lernen, wenn sie erlebt, diskutiert und gemeinsam gestaltet wird. Durch die Verbindung von WIWAG und Erasmus+ wurde aus einer Unternehmenssimulation ein europäisches Lernprojekt, das Fachwissen, Persönlichkeitsentwicklung und interkulturelle Begegnung miteinander vereint – ein starkes Beispiel dafür, wie moderne berufliche Bildung über Grenzen hinweg gelingen kann.
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