Über das Programm Erasmus+ der Europäischen Union konnten wir einen Sprachlehrer zu einer Fortb
ildung nach Spanien entsenden. Die Fortbildung zielte darauf, die Fähigkeiten von Lehrkräften für einen modernen und interessanten Sprachunterricht zu verbessern. Daneben sollte sich durch das Eintauchen in die spanische Sprache und Kultur auch die Möglichkeit ergeben, die eigenen sprachlichen Fähigkeiten zu trainieren und weiterzuentwickeln.
Sein Bericht:
Während meine Kolleg*innen in der Schule „die Stellung hielten“, setzte ich meinen Plan um, mich in der uralten Stadt Granada ein bisschen „perfektionieren“ zu lassen, wie es der Kurstitel leichthin versprach. Ich hatte vorab keine allzu großen Erwartungen. Aber ich hatte zu wenig erwartet: der Kurs war ausgezeichnet und effektiv organisiert!

Wir führten in den Unterrichtsstunden und auch zwischendurch spannende Gespräche über Granada und die Araber, über Entwicklungstendenzen der spanischen Gesellschaft, über Machismo, über hispanoamerikanische Literatur, aber auch über die Kolonisierung Amerikas. Abends konnte ich dann, den Spuren der „Ma
uren“ folgend, durch die Altstadt streifen. Bei Tag und bei Nacht hatte ich dabei immer die über der Altstadt thronende „Alhambra“ im Augenwinkel, im Nacken oder im Hinterkopf: die letzte Bastion der Araber in Andalusien, bevor diese 1492 ihre letzten Besitzungen auf der iberischen Halbinsel durch die Reconquista verloren.
Zusammengefasst verbrachte ich eine interessante, fördernde und lehrreiche Schulung, die mich nachhaltig geprägt hat.
Manfred Klinker


