Chancenvielfalt und Karrieresprungbrett
 
Ausbildernachmittag am BBZ – Ausbildung gemeinsam weiterdenken

Ausbildernachmittag am BBZ – Ausbildung gemeinsam weiterdenken

Am 12. Februar 2026 fand am BBZ der jährliche Ausbildernachmittag statt. Ausbildungsunternehmen aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich von 16:00 bis 19:00 Uhr mit den Lehrkräften des BBZ Ahrensburg, der Bildungsbegleitung sowie einer Vertreterin der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck auszutauschen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Ausbildung unter veränderten Bedingungen erfolgreich und praxisnah gestaltet werden kann.
Nach der Begrüßung stellte Uli Korn aktuelle Entwicklungen am BBZ vor. Die Umstellung von G8 auf G9 wird mittelfristig zu veränderten Schulabgängerzahlen führen und damit auch Auswirkungen auf den regionalen Ausbildungsmarkt haben. Zudem wurde die Neuordnung des Ausbildungsberufs Industriekaufleute vorgestellt, deren modernisierte Struktur wichtige Impulse für die Weiterentwicklung kaufmännischer Ausbildungsberufe setzt.

Praktika als wichtiger Baustein der Nachwuchsgewinnung
Einen zentralen Impuls setzte Anne Komischke, Bildungsbegleitung am BBZ, mit ihrem Vortrag zum Mehrwert von Praktika. In Zeiten zunehmend KI-gestützter Bewerbungsprozesse gewinnen persönliche Eindrücke und unmittelbare Praxiserfahrungen weiter an Bedeutung. Praktika geben Unternehmen die Möglichkeit, junge Menschen im Arbeitsalltag kennenzulernen und bieten Schülerinnen und Schülern realistische Einblicke in berufliche Anforderungen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein Teil der Schülerinnen und Schüler Praktika außerhalb der Region absolviert. Umso wichtiger ist eine sichtbare Präsenz regionaler Unternehmen auf Plattformen wie Praktikum Hansebelt oder über die Angebote der Bundesagentur für Arbeit. Klare Bewerbungswege und feste Ansprechpersonen erleichtern zusätzlich die Zusammenarbeit.
Das BBZ Ahrensburg unterstützt Betriebe bei der Gestaltung von Praktika, beispielsweise durch Beratung bei der Erstellung von Praktikumsplänen oder durch begleitende Abstimmung. Ziel ist es, Praktika als sinnvollen Einstieg in eine mögliche spätere Ausbildung zu nutzen.

 

Aktuelle Hinweise zur Prüfungsstruktur
Im Anschluss informierte Hanna Nehls von der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck über die aktuelle Prüfungsstruktur in den kaufmännischen Berufen. Im Fokus standen die Fachaufgabe im Einsatzgebiet sowie die Anforderungen an eine nachvollziehbare Dokumentation. Eine klare Beschreibung der betrieblichen Ausgangssituation, der eigenen Leistungen und der erzielten Ergebnisse bildet dabei die Grundlage für eine erfolgreiche Abschlussprüfung.
Beim anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für vertiefende Gespräche mit den Lehrkräften. Dabei wurden Ausbildungsstände besprochen und konkrete Ansätze für die weitere Zusammenarbeit entwickelt.
Der Ausbildernachmittag hat erneut gezeigt: Gute Ausbildung lebt vom Dialog, von gegenseitigem Vertrauen und von einer engen regionalen Zusammenarbeit. Das BBZ versteht sich dabei als verlässlicher Partner der Ausbildungsbetriebe und bedankt sich bei allen Beteiligten für das engagierte Mitwirken. Die gemeinsame Verantwortung für die Fachkräfte von morgen bleibt zentrales Anliegen der weiteren Zusammenarbeit.